Das Haushaltsbuch

Vom Kleinbetrieb bis zum Globalplayer. Alle Unternehmen haben eine Buchhaltung, die selbst den letzten Bleistift abwickelt. Aus gutem Grund: Ein Unternehmen ohne Blick auf seine Umsätze kann nicht lange konkurrenzfähig bleiben. Der Preisdruck ist in vielen Branchen so hoch, dass jedes Einsparpotential erkannt und genutzt werden muss, am besten gestern…

>> Preis ungleich Wert <<

Ich führe ein Haushaltsbuch, weil ich gerne einen Bezug zu meinem Geld und dessen Wert habe. Einen Preis für beispielsweise Arbeit oder Material zu bestimmen ist einfach. Man siehe in die Politik: Es geschieht ein Blabla und zack wir haben den Mindestlohn. Allerdings ändert ein Mindestlohn, also ein Mindestpreis für die geleistete Arbeit pro Zeit, nichts am Wert der Arbeit, bzw. an der Wertschätzung für verrichtete Arbeit.

Geht man in den Supermarkt fällt eine Kaufentscheidung für ein Produkt innerhalb weniger Sekunden. Kaufentscheidungen werden emotional getroffen. Das Umfeld und der Zeitdruck dem wir uns aussetzen, lassen keinen Raum für fundierte Entscheidungen. Kauft man sich morgens regelmäßig einen Kaffee in der Bäckerei, ist das erstmal komfortabel und der Preis und der Wert wiegen gleich auf. Wird der morgendliche Kaffee beim Bäcker zur Gewohnheit und das Verhältnis Preis und Wertschätzung ändert sich, genügt es mir nicht zu sagen: „Den Luxus gönne ich mir halt!“ Denn dieser Luxus kostet mich auf 35 Jahren hochgerechnet den Preis einer Schiffs-Weltreise, oder einem stattlichem Auto. Aus diesem Grund überlege ich mir genau, wann und ob ich konsumiere und welchen Wert das für mich hat.

Mein Haushaltsbuch führe ich in Form einer Excel-Tabelle und unterscheide feste und flexible Ausgaben in insgesamt 15 verschiedenen Kategorien. Drei Kategorien davon sind: Nahrungsmittel, Genussmittel, Gastronomie. Für letzteres gab ich vor meiner Ernährungsumstellung 180 EUR aus, jetzt nur noch 40 EUR! Gelegentlich einen Döner oder Hamburger hier, ein Brötchen da, wer hätte das Gedacht? Genussmittel (Cola, Süßigkeiten) vorher 60 EUR, nachher 7,87 EUR! Die Nahrungsmittel stiegen etwa um 5 EUR an. [Betrag / Monat]

>> Wertschätzung <<

Ein Haushaltsbuch dient also nicht nur der Übersicht über den eigenen Haushalt sondern hilft auch bei der Mäßigung vom exzessiven, krankmachenden Konsum. Schließlich würden mich die 180 EUR für Fastfood und 60 EUR für zuckerhaltige Lebensmittel irgendwann über die Diabetes ins Grab bringen. Durch das Haushaltsbuch wurde ich zum Genussmenschen.

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