Mein Fahrrad

Radfahren ist sehr gelenkschonend, immerhin trägt der Sattel bis zu 70 % des Körpergewichts, die restlichen Prozente verteilen sich auf Lenker und Pedale. Lenker und Sattel sollten etwa auf einer Linie sein. Ist die Haltung zu aufrecht wirken die Bandscheiben als Stoßdämpfer und werden bei Unebenheiten gestaucht. Ist der Lenker zu tief, kommt es zu einer Überstreckung der Rückenmuskulatur. Ist der Oberkörper leicht nach vorne geneigt, reizt die zyklische Beinbewegung die Muskeln im Lendenwirbelbereich und stärkt den Rücken.

Bei der Wahl meines Fahrrads hatten Belastbarkeit und Preis eine Rolle gespielt. So wurde es ein Trekkingrad. Die Bezeichnung ATB (All Terrain Bike) ist selbsterklärender. Die Reifen sind gerade so breit, dass man auf Feldwegen genügend Auftrieb hat, auf der Straße jedoch keinen zu großen Rollwiderstand spürt. Die Laufruhe der 28er Räder habe ich auf längeren Strecken zu schätzen gelernt. Häufiger Kritikpunkt ist die Vielzahl an Gängen einer Kettenschaltung. Mein Fahrrad hat 21 Gänge. 3 Kettenblätter an der Kurbel und 7 Ritzel an der Hinterachse. Im Grunde müssen 21 Gänge den Fahrer gar nicht überfordern. Ich verstehe meine Schaltung als 7-Gang-Schaltung mit 3-facher Untersetzung: Bei Gefällen nutze ich das größte Kettenblatt, in der Stadt das mittlere und bei längeren Anstiegen das kleinste. Mit den 7 Ritzeln reagiere ich auf verschiedene Situation, sei es Verkehr, Untergrund, Hindernisse, Erschöpfung oder Geschwindigkeit. Was die Scheibenbremsen angeht habe ich das Gefühl sie seien wartungsintensiver als Felgenbremsen. Angeblich ist dem nicht so, vielleicht gewöhnt man sich derart an die griffigen Bremsen, das der geringere Verschleiß deutlicher als bei Felgenbremsen auffällt. Die beste Entwicklung beim Fahrrad war wohl die Hohlkammerfelge. Sie wirkt etwas wuchtiger als die Flachfelge aber ist dafür um Welten stabiler, damit braucht man Bordsteine oder Schlaglöcher nicht fürchten.

Als Purist finde ich Fahrräder eigentlich nur schön, wenn sie keine Anbauteile haben. Sie sollen nur das Notwendigste haben. An den ganzen Reflektoren, Klingel, Lichter kommt man leider nicht herum. Die Entscheidung für Schutzbleche kostete mich sehr viel Überwindung.

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2 Gedanken zu “Mein Fahrrad

  1. I. 11. Juni 2015 / 7:11

    Benutzt du eigentlich spezielle Reifen? Ich brauche neue für mein Rad und frage mich, ob ich normale kaufen sollte oder doch lieber besondere, für höheres Gewicht ausgelegte, die dann wahrscheinlich auch teuer sein werden.
    Viele Grüße, Idgie

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    • close100 11. Juni 2015 / 13:39

      Reifen für übergewichtige gibt es soweit ich weiß nicht. Der Mantel hat immer nur eine bestimmte Dicke, um nicht an Dämpfungseigenschaften zu verlieren. Man kann eigentlich nur auf die Breite achten, ist bei mir 32 mm. Je schmaler der Reifen ist desto weniger Gewicht trägt er, ein 32er trägt ganz locker 90 kg pro Auflagefläche.

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