Hedonismus und Homöostase

Freude, Vergnügen, Lust, Genuss und Gleichstand sind Gründe fürs Essen. Ginge es beim Essen lediglich um das Finden der Balance zwischen Energiezufuhr und Verbrauch, wäre unser Hungergefühl eine homöostatische Regelgröße. Neben Gleichstand zwischen Energiezufuhr und Verbrauch geht es auch um Genuss, ohne den hedonistischen Hunger wäre der Nachtisch und andere Leckereien nie erfunden worden.

Das Mögen bestimmter Lebensmittel wird vom Gehirn ausgelöst. Benötigt der Körper Energie, gibt es Vorlieben für bestimmte Lebensmittel, die mit dem Sättigungsgefühl wieder abschwächen. Das Mögen von einem bestimmten Lebensmittel kann im Laufe der Mahlzeit nachlassen, obwohl sich chemisch nichts am Lebensmittel verändert hat. Zum Beispiel beim Genuss des ersten und dritten Glas Cola. Ist der homöostatische Hunger gestillt, beeinflussen Umgebung und Essensreize das Wollen. Zum Beispiel nach den letzten 200 ml Cola in der Flasche oder den letzten Gummibärchen.

Natürlich weiß ich, dass Cola oder Süßigkeiten ein ganz schlechter Mahlzeitenersatz sind. Ein geeigneteres Beispiel für diesen Blog wäre eine ausgewogene Mahlzeit für den homöostasen Hunger und ein Nachtisch für den hedonistischen Hunger gewesen. Die Wirklichkeit sieht manchmal so und manchmal auch so aus.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s