Guxhagener Flüchtlinge

Das Guxhagener Schulzentrum besteht aus einer Grund- und einer Gesamtschule. Zwischen den Schulen steht eine Turnhalle, längs ein Fußballplatz und ein Freibad. Im Laufe der letzten Woche wurde bekannt, dass die Schulturnhalle zur Unterbringung von flüchtigen Menschen genutzt werden soll. Widerstand initiierte sich als Demo vorm Rathaus und als Facebook-Gruppe. Am Montag lud der Bürgermeister zum Informationsabend.

Man möchte die Unterbringung in Turnhallen vermeiden, die Zuteilung von Flüchtlingen geschehe mit maximal zweitägiger Vorankündigung…

Ich saß in erster Reihe neben einen Polizisten in leitender Position, er wirkte aufgeschlossen und freundlich. Es gab viele Wortmeldungen von Müttern, mit Angst ihre Töchter würden vom „schwarzen Mann“ auf dem Schulweg vergewaltigt. Andere fürchteten Kriminalität, die Aussagen waren voller Zweifel und Vorurteilen und unterschwellig schwingt immer die Frage mit: „Warum ausgerechnet in unserem Ort, wieso mutet man das unseren Kindern zu?“ Es meldeten sich Polizisten die im Dienst vom Ausländern einstecken mussten. Der Mann neben mir deutete mit einer Geste an, es sei alles überzogen. Schließlich stand er auf und meldete: „Seit dem ersten Flüchtlingsbus (in Teilen vom Landkreis vor x Monaten) bis heute 17 Uhr: Null Einsätze im Zusammenhang mit Asylbewerbern!“ Später erfuhr ich, dass die meisten sexuellen Übergriffe innerhalb der Familie geschehen.

Ich habe in meinem Schrank ein verstaubtes Kartenspiel. Sollte ich demnächst in 600 m Entfernung 400 neue Nachbarn bekommen, finden sich bestimmt einige zum Mau-Mau spielen. Komm wir werden jetzt Freunde!

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2 Gedanken zu “Guxhagener Flüchtlinge

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