Start -> 25

Mein Jahr 2015 steckte voller Veränderungen. Mit viel Energie startete ich mit meiner Diät, die ersten 25 Wochen nahm ich im rasanten Tempo -21 kg ab. Meinen Lebensstil krempelte ich nicht nach langer Vorbereitung von einem Tag auf den anderen um, sondern vollzog stetig kleine Veränderungen, immer mit sofortiger Umsetzung.

Um überhaupt auf ein Gewicht von über 184 kg zu kommen, musste ich 6250 kcal / Tag essen. Die Mahlzeiten in eine Ordnung zu bringen und fortan 3300 kcal / Tag zu essen, war meine erste Herausforderung. Ich ging jeden Tag mit den Kollegen in die Mensa, um mich an normale Portionsgrößen zu gewöhnen. Die Kollegen zum Essen auffordern, selber beim Essen gesehen werden, war mir peinlich.

Egal welche Essstörung man gerade hat, das Schamgefühl ist riesig. Ständig sucht man nach Rechtfertigungen für das eigene, krankhafte Verhalten, aber man findet sie nicht: Die Erklärung die einem von allem frei spricht. Dieser Blog ist ein spezieller Ausdruck gegen dieses Schamgefühls. Ich schrieb über die Themen, über die ich nicht sprechen konnte.

 

Advertisements

2 Gedanken zu “Start -> 25

  1. Sanguine 21. Dezember 2015 / 8:48

    Das stimmt…das Schamgefühl ist riesig. Auch nicht grundlos. Die Leute glotzen auf gut deutsch, wenn (eigentlich egal was) irgendwie anders an einem ist. Und man schämt sich, irgendwie anders aufzufallen.

    Erstmal lernen dadrüber zu stehen, öffentlich normal zu essen, das grenzt an eine Meisterleistung, die man erstmal nur selbst sieht. Aber du kämpfst dich da durch, und bist auf einem sehr guten Weg.

    Gefällt 1 Person

  2. Halbaer 21. Dezember 2015 / 10:20

    Tatsächlich sucht man als stark adipöser Mensch immer nach einem Grund und einer Entschuldigung für sein Gewicht.
    Bei denen, die schon als Kind mehr als „Babyspeck“ hatten, mögen die Eltern zwar eine Teilschuld tragen, aber eben auch höchstens bis zum Erwachsenenalter, denn spätestens da hat es jeder persönlich in der Hand.
    Ich kann es heute auch nicht mehr verstehen, wieso ich so lange gebraucht habe, das zu erkennen.
    In meinem Blog – der tatsächlich hilft, entsprechende Gedanken zu verschriftlichen, die man ansonsten nicht aussprechen würde – habe ich diverse Überlegungen dazu angestellt, aber den EINEN Grund werde ich für mich wohl nie finden.
    Letztendlich ist er aber auch nicht wichtig. Schließlich kann ich die Zeit nicht zurück drehen. Wichtig ist nur, dass ich es nie mehr ähnlich weit kommen lasse.
    Ähnlich sehe ich es bei dir, Christian, der ich deinen Weg ja nun auch schon einige Zeit mitverfolge. Ausschlaggebend ist, dass du auf dem richtigen Weg bist und sogar „deine“ Sportart, das Radfahrer, entdeckt hast, was ja für alle Menschen weit jenseits der 40er-BMI-Marke praktisch unverständlich ist („Iiiieh – bewegen!“).
    Ich drücke dir für die weitere Abnahme im nächsten Jahr nicht die Daumen – nicht, weil ich dir dabei kein Glück wünschen würde, sondern weil du das gar nicht nötig hast.
    Bei dir, bei mir und vielen anderen Menschen, deren Weg ich im letzten Jahr hier verfolgt habe, trifft das alte Sprichwort „Jeder ist seines Glückes Schmied“ voll und ganz zu – wir hauen nur statt eines Hufeisens die Fettzellen platt … 😉
    Darum auch 2016: Immer feste druff!

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s