Unters Messer

Die FAZ schrieb einen Artikel über bariatrische Chirurgie. Der Artikel wird damit eingeleitet, wie viel Willenskraft es braucht überhaupt den Feiertagsspeck abzuhungern. Wie schwierig ist es dann erst langfristiges Übergewicht abzunehmen? Aber zum Glück gibt es Magenbypässe, die das Abnehmen unterstützen… Dann erzählt der Artikel in weiteren zwei Absätzen wieso die Adipositaschirurgie doch kein Königsweg zur Abnahme ist.

Für mich hat die Möglichkeit einer Operation nie eine Rolle gespielt, ich hatte schlichtweg Angst davor, dass mir jemand am Magen herum schneidet. Diese OPs sind keineswegs ohne Risiko und nach dem überstandenen Eingriff kommt es häufig zu Problemen. Eine dänische Umfrage mit 1429 Patienten eines Magenbypass ergab, dass sich 80 % nach der OP besser fühlten als vorher, aber nicht beschwerdefrei. Häufig sind Übelkeit, Bauchschmerzen, Dumping-Syndrom, Kreislaufkollaps und Blutzuckerausschläge. Zuletzt sind die Rede von hohen Kosten und unerforschte Langzeitfolgen.

Eine Anpassung der Ernährung wird durch die Operation nicht überflüssig und die dauerhafte Ergänzung bestimmter Mineralien und Vitamine gegen Blutarmut sind notwendig.

Hier der Link zum Nachlesen.

 

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3 Gedanken zu “Unters Messer

    • close100 22. Januar 2016 / 13:00

      Ja, die Operation des Bypass scheint eine wirklich komplizierte Angelegenheit zu sein. Auf Youtube hatte ich mal eine Reportage des WDR gesehen, dass so eine OP durchaus 3…4 Stunden dauert und die Quote für tödliche Komplikationen bei einigen Prozenten liege. In der Reportage wird ein Junge begleitet, sein Name ist Lucas mit 230 kg. Sie zeigen etwas den Leidensweg und die empfundene Ausweglosigkeit, die Menschen zu solchen Operationen treibt.

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  1. Zinktablette 24. Januar 2016 / 15:33

    Ich erinner mich an eine Patientin bei der Arbeit, die zwar damit wunderbar 30 kg abgenommen hat und danach aber trotzdem nicht weiter kam. Die Langzeitfolgen waren viel schlimmer, sie hatte danach extreme Darmprobleme immer wieder, die sie so im Alltag eingeschränkt haben, dass sie letztendlich zu uns kam aufgrund der psychischen Folgen..
    Da gibts sicherlich auch viele positive Beispiele, nur über die negativen wird leider viel zu selten gesprochen..

    Gefällt 1 Person

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